3/06/2015

Stichwortblogging – Wahrheit

Die Wahrheit ist, es gibt immer einen Montag. Manchmal, ganz selten, ist es Freitag.

Die Wahrheit ist, Männer und Frauen sind so unterschiedlich wie mein Opa, mein Papa, sein Cousin und mein Bruder. Manchmal schlank, manchmal klein, manchmal hetero, manchmal dichtes Haar, manchmal dunkles, manchmal laut, manchmal verschwunden, manchmal anders.

Die Wahrheit ist, ich bin mir nicht sicher.

Die Wahrheit ist, es ist alles eine große Lüge.

Die Wahrheit ist, meine Katze schläft heimlich am Tisch.

Die Wahrheit ist, Schokokuchen ist einfach geil.

Die Wahrheit ist, man sollte immer irgendwas mit Essen schreiben und am besten zum Schluss.





P.S. Die Wahrheit ist, es ist alles bloß erfunden! 42 ist alles was man wissen muss.


P.P.S. Mach mit beim Stichwortblogging

3/02/2015

Stichwortblogging – Düfte – Absatzblogging

Ein Nachtrag


Smells like Teen Spirit

Die traurige Wahrheit ist, dass ich Nirvana aus der Mars Werbung kenne …
und in der Zeit vor YouTube und großartiger Internet-Nutzung bin ich dann irgendwann – beim Ehemann von der Cousine meines Vaters, ein echt cooler Typ mit Rocker-Vergangenheit und so – über einige (alle) Nirvana Alben gestolpert und WOW!

Parfüm

Als ich etwa 13 war, hab ich das alte Bac Deo von meiner Mutter entdeckt. Endlich ein Deo, das nicht süßlich, niedlich, weiblich gerochen hat. Kurz darauf hab ich meinem Vater geholfen ein Parfüm für meine Mutter auszusuchen. Es war so herb – so nennt man nicht-blumige Parfüms, oder? – dass nicht einmal meine Mama es benutzt hat. Aber ich dafür umso mehr. Blumen-Zucker-Deo mag ich noch immer nicht.

Seife

Die beste Seife, die ich je gemacht hab riecht nach Birnenblüte. Birnenblüte riecht einfach sauber und frisch. Ähnlich wie die Mischung aus Bergamotte und Jasmin, aber ein weniger schwer und mehr nach Frühlingslüftchen.

Weichspüler

Meine Oma, meine Großtante, mein Großonkel, alle riechen nach dem selben Weichspüler. Manchmal erkenne ich diesen Geruch bei fremden Menschen wieder. Meine Stiefmutter hat auch einen ganz eigenen Geruch, der manchmal auf der Straße an mir vorbeizieht in Gestalt von Fremden.

Schweiß

Es gibt den einen oder anderen – hauptsächlich den Einen – Menschen, den mag ich so gern, dass ich sogar seinen Schweißgeruch mag. Ich rede hier nicht davon, den Geruch zu ertragen, oder dass ich ihn als "nicht störend" empfinde, ich meine richtig, wirklich mögen. So wie die kleinen süßen stinkigen Pfoten von meiner Katze.

Zwiebel

Zwiebel in der Pfanne … da wird einem warm ums Herz.




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2/04/2015

Let Go





Eigentlich ist Loslassen ansich gar nicht so schwer. Also die Entscheidungen davor sind doch viel schwerer, oder? Man quält sich Tage und oft vor allem Nächte lang. Wenn es akut ist, dann handelt jeder zweite Gedanke von nichts anderem. Wenn es nicht so akut ist, dann holt einen die Idee in den unvorbereiteten Momenten, in den ungünstigen Momenten ein. Man zweifelt, man wütet, man brütet innerlich. Am schlimmsten ist es wenn man nicht mit anderen darüber reden kann. Wenn dann aber die Entscheidung gefallen ist, dann ist das oft befreiend und man hätte sich nie gedacht, dass man so einfach loslassen kann.

Ich bin ur gut im Loslassen. Meistens. Aber es gibt bestimmte Dinge an denen hänge ich sehr. Bestimmte Eigenschaften von denen ich weiß, dass sie im Zusammenleben oft unerträglich sein können und womöglich schon etwas Änderungsbedarf bestünde. Aber ich bin nunmal sprunghaft und spontan und risikobereit. Dafür bin ich (beinahe) immer gut gelaunt, aktiv und motiviert. Niemand hat je von mir verlangt, dass ich mich von diesen Eigenschaften verabschiede, aber mir ist bewusst, dass ich manchmal nicht nur aufregend, sondern eben auch anstrengend bin.


Ich wünschte es wäre einfacher Materielles einfach loszulassen. Auch hier gibt es bestimmte Dinge, die gehören zu meinem Leben wie meine Sprunghaftigkeit.

Da ist der alte Spiegel von meiner Oma, 
das Bild, das mit mein Opa zur Geburt geschenkt hat, 
die Patchwork-Decke von meiner Mama, 
der Operngucker, den ich noch nie verwendet hab, 
einige Briefe von vor langerlanger Zeit.

Aber am lustigsten finde ich es, wenn ich nicht mehr losgelassen werde.

Von meinen Freundinnen, dem Mann an meiner Seite, Dingen die mich seit Ewigkeiten verfolgen (gegen die ich aber auch nichts unternehme): die bald 15 Jahre alte Unterhose, die einmal im Monat in Verwendung ist; das komische Kruzifix, dass plötzlich in meinem Zimmer aufgetaucht ist; einige Bücher, die wirklich nicht lesenswert sind, aber jeden Umzug überstanden haben; der Avokadobaum, der seit 8 Jahren unentschieden ist ob er sterben möchte oder nicht.

Und am meisten liebe ich es, wenn mich Geschichten nicht mehr loslassen.

Harry Potter hat mich begleitet seit ich 10 Jahre alt war; ein Buch, dessen Titel ich nicht einmal kenne, das ich mit 15 sieben Mal gelesen habe und von dem ich bis heute die Geschichte nicht verstehe; die politischen Themen in Hunger Games; die Musik von Patrick Wolf in Verbindung mit Emily Brontës Wuthering Heights und noch vieleviele mehr.

Diese spezielle Zuneigung für Erkenntnisse, die mich nicht mehr loslassen. 
Die Liebe für die Vielfalt an Papieren die es auf der Welt gibt und die wunderbare Welt dieser haptischen und olfaktorischen Erlebnisse. Die verschiedenen Gerüche von Kaffee, den ich nicht mal trinke. Der Geschmack von selbst zubereitetem Essen.

Leider muss ich jetzt aufhören, weil mich der Hunger gepackt hat, außerdem muss ich an Kaffee schnüffeln während ich Papier streichle …






Dieser Text ist Teil vom Blogideenkasten, dem ihr auch auf Twitter folgen könnt unter @blogideenkasten. Das Stichwort war "Loslassen"

1/19/2015

My most recent work

Dear Followers,
thanks for the last few years! You are great people and I really appreciate that. I know I haven't been around much in the last 2 years and you might have noticed that I started to work in a not blog-related field. I want to show you some parts of my recent work.
Actually not the parts I earned money with, but the ones I was part of because I love my job and I work with very lovely and talented people and whenever we don't work to pay our rent, we continue working to satisfy our inner child (or demon, you never know).

In May 2014 I decided to produce an audio play. After years and years working in film business I needed an unknown challenge. I had a great but very sophisticated idea, talked to a friend, Flo, who also happens to be a director and we decided to just do it. We decided on an easier idea and I wrote the first draft of the play. It's nothing great, although it is very personal. In the cast you find some of our favorite actors, aka friends :). We went to the studio for a weekend (drinking lots of vanilla coke) and recorded and mastered the shit out of our script and material.

Here you can listen to the audio play: HOLD THE LINE (german)



Last summer, after a few weeks of shooting in the mountains I felt pretty burned out but one of my closer friends was working on this. He asked me for my professional support and this is what we accomplished:



Thanks to this project I even found a few new friends. I met Anna, the 1st AD, at a party and she told me she'd like to work in this position once to try it out. Well, I recommended her as a substitute for me and she is so great I'm really proud of her.
Before this project I have heard a lot about the co-director, Markus, but somehow we never met. It was love at first sight. We simply understood each other and it was great fun to meet up and talk talk talk and when we had to leave we continued conversing via text message. It was so helpful and funny. Big work-love, seriously!

Last week I worked on a Music Video for a viennese a cappella duo. My friend Elias, the director, asked me if I wanted to be the art director. Well, I didn't have ANY experience in this field but it sounded like fun. Said and done. I love my team. It was sooo exhausting, hardly any sleep for a few days in a row but the girls Rhina, Sarah, Constanze and Flora were incredible.
We had to build a wall from scratch on a very low budget and I have to say, Nic, whom I just got to know on this project, did a great job. We were both totally tired and our plans were so stupid but together be built this f$%* wall and you can see it here:



The video will hopefully be released soon and I am totally looking forward to it because I'm absolutely sure it will look amazing. UH-MAZING!



Here are the links to some older stuff:





11/02/2014

Weekend Writing Challenge #7


Heute habe ich wieder bei der Weekend Writing Challenge mitgemacht. Das Bild dazu findet ihr hier.

Macht doch nächstes Wochenende auch mit!

Exotische Stoffe 



So hatte Irene sich ihr Leben nicht vorgestellt. Ihre Kollegin Hilde kam jedes Mal mit großen Geschichten von letzter Nacht und noch den Spuren ihrer Abenteuer am Körper zur Arbeit, während sie und Maria schon seit längerem am Bügeln waren. Sie bügelten um ihren Unterhalt, hatten sich in der Nachbarschaft einen Namen gemacht und bügelten die Kleider, die wunderschönen Kleider ihrer Nachbarinnen. Hilde hatte sich mit vielen ihrer Kundinnen angefreundet und wurde dann zu den exklusiven Tanzabenden eingeladen, während Irene und Maria sich darum kümmerten, dass die Aufträge rechtzeitig fertig wurden.Natürlich brachte Hilde die meisten Kundinnen. Wie konnte es denn auch anders sein? Steckten die beiden anderen doch großteils in ihrem Bügelzimmer.Langsam führte das zu Spannungen. Irene musste sich bemühen, nicht wütend zu werden, wenn Hilde wieder und wieder von ihren Abenteuern erzählte. Von genau solchen Abenteuern hatte Irene geträumt, als sie das Elternhaus verlassen hatten. Sie wollte tanzen und trinken und feiern, zwischendurch ein bisschen arbeiten und dann weiterziehen und exotische Orte kennen lernen.Das einzig Exotische in ihrem jetzigen Leben waren die tollen Stoffe und Muster der Kleider die sie bügelte.

10/19/2014

Weekend Writing Challenge

Hey folks! 

Just a few explanatory words before I get started. My friend Ines Häufler, a professional story consultant, had the wonderful idea to start a weekend writing challenge – she posts a photo on saturday and somewhen during the weekend you take 20 minutes to write a short story. On Sunday she then posts her story on her blog and you can put a link to your story in a comment. Obviously the more people join in on the challenge the less awkward it gets and the more fun it is to participate.

So today I took my 20 minutes off my Facebook time and wrote kind of a story as requested. I wrote in German because I thought that my writing skills in English might be a bit embarrassing. Actually now I think it's probably not a question of language ;)
If you like the idea don't be shy! Join in next weekend and share with as many friends and followers so I feel less embarrassed by my writing "skills" (because sometimes drowning in the crowd is just so comfy).

Here's the picture and my story:





Was für ein herrlicher Tag. Was für ein unglaublicher Tag. Der Tag, an dem wir die Karten für das Beatles Konzert bekommen haben. Im Nachhinein betrachtet ist dieser Tag sogar bedeutender gewesen als das Konzert selber.Wir waren so aufgeregt. So unfassbar aufgeregt. Die ganze Welt hat sich auf einmal nur noch um den 12. September gedreht.
Ich und M waren außer uns vor Freude, J war ein bisschen paralysiert. Sie war nicht ganz sicher, ob ihre Eltern sie gehen lassen würden. Natürlich haben sie es erlaubt. Wir waren die größten Fans aller Zeiten, und nachdem wir schon gemeinsam in der Wiege gelegen sind, dann gemeinsam in die Schule gegangen sind, war es klar, dass wir auch gemeinsam zum Konzert gehen müssen.
Der Tag an dem wir die Tickets bekommen haben, als J die Hosen voll hatte, war der letzte Tag unserer gemeinsamen Kindheit.
Das klingt jetzt so dramatisch, war es aber gar nicht. Wir wurden einfach erwachsen. Oder zumindest erwachsener.
Das Übliche einfach. Plötzlich geht es um Jungs, dann um Männer, dann um Babies oder Karriere.
Wir haben uns nie aus den Augen verloren und viele Momente geteilt, aber der Tag, an dem wir die Karten für das Beatles Konzert bekommen haben, der war einer der besten Tage unserer Jugend. Wir hatten das Gefühl, uns stünde die Welt offen.